Allein, allein … dumdidum

Nachdem die letzten Tage mit Hundetraining und viel Auslauf ruhig verliefen, beginnt nun für Kind und Hund der Ernst des Lebens. Schulbeginn für die eine und Training im Alleinbleiben für den anderen stehen auf dem Programm. Das Knie ist noch dick, daher darf ich Kira zur Schule fahren. Das bedeutet für den Hund, eine knappe Viertelstunde allein zu Hause zu verbringen. Eigentlich kein Problem, was kann Otti in den wenigen Minuten schon anstellen, zumal ihm der Zugang in die obere Etage mit einem Karton eines Kinder-Treppengitters verstellt ist?

Nun gut, was er anstellen kann und wie er sich verhält, sobald die Tür vor seiner Nase zuschnappt, sind zwei grundlegend verschiedene Dinge. Denn genau 3,7 Sekunden nachdem wir die Wohnung verlassen, beginnt Otti mit einem durchdringenden Klagelaut, der bis in die Tiefgarage zu hören ist. Hoffentlich hält der das nicht dauerhaft durch, ich denke, ich werde meine Nachbarn nachher informieren, dass es morgens kurzeitig ein wenig lauter werden kann.

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Nachdem das Kind abgeliefert ist, kann ich mich mit Mühe beherrschen, nicht im Tiefflug nach Hause zu hetzen, um zu schauen, ob sich Otti beruhigt hat. Zu hören ist jedenfalls nichts mehr. Dafür sehe ich umso mehr, als ich die Tür öffne. Otti hat die wenige Zeit sinnvoll dazu genutzt, einen Schwamm zu zerfetzen, sich einen weiteren Lappen und eine Bürste aus dem Bad zu holen, einen Kugelschreiber zu zerbeißen, sich mein Frühstück vom Wohnzimmertisch zu holen und zu fressen und wurde offensichtlich nur ganz kurz vor dem Zerkauen meiner Lieblings-Adidas-Latschen von mir unterbrochen. Das alles hat er in weniger als 15 Minuten erledigt. Was schafft er dann erst alles, wenn wir morgen mindestens zwei Stunden zum MRT müssen?

Fazit: Meine Wohnung ist nicht einmal ansatzweise hundesicher. Es besteht bis morgen früh dringender Handlungsbedarf!

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