aus den Augen, aus dem Sinn?

Durch den Erfolg bis in die Haarspitzen motiviert, Otti zumindest bei uns in der Wohnsiedlung schon einmal ohne mich am anderen Ende der Leine laufen zu lassen, werde ich noch mutiger. In einer nahegelegenen Siedlung gibt es eine riesige Wiese, auf der umlaufenden Straße herrscht so gut wie kein Verkehr. Von daher beschließe ich, hier mit Otti an der 10 Meter Schleppleine zu üben.

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Auf der Wiese wird ganz schlicht zuerst mit dem Ball gespielt, damit der Wirbelwind erst einmal genug Bewegung bekommt. Irgendwann liegen wir beide und wärmen uns in der Sonne das Fell. Die beste Gelegenheit mit der Schleppleine in der Hand aufzustehen, wegzugehen und zu schauen, was passiert. Otti blinzelt, schaut etwas verwirrt und … bleibt liegen. Na toll!

Solange der offenbar Sichtkontakt zu mir hat, besteht keinerlei Anlass, die pelzigen Pfoten zu bewegen. Die Situation ändert sich, als ich hinter einer Gruppe Bäume verschwinde und Otti mich dann nicht mehr sieht. Blitzartig steht er schwanzwedelnd wieder neben mir. Na also, geht doch mit dir. Diese Übung wiederholen wir ein paar Mal und tatsächlich hält Otti immer den Sichtkontakt. Spätestens wenn er mich aus den Augen verliert, nimmt der Hund Fahrt auf und kommt zurück. Darauf lässt sich aufbauen.

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