bürsten ist nur was für Katzen

Nach dem gestrigen Geburtstag bei Oma, bei dem Otti der anwesenden Verwandtschaft vorgestellt wurde, müssen heute die nächsten Kleinigkeiten besorgt werden. Otti braucht zum Training ab Montag ein Halsband statt des Geschirrs, außerdem eine vernünftige Bürste, die nicht der Kater für sich beansprucht und Andrea will irgendwann den Hund baden. Also muss auch noch ein Shampoo her, das nicht in den Augen brennt, nicht beim Kämmen ziept und seidenglänzendes Haar zaubert. Leider gibt es Schauma Shampoo nicht für Hunde und nicht bei Fressnapf, daher wird ein No-Name-Produkt gekauft, dem die Beste allerdings skeptisch gegenüber steht.

Hund bürsten, nichts einfacher als das. Naja, wohl doch nicht so einfach. Hund sieht Bürste, Rute verschwindet zwischen den krummen Hinterbeinen. Der Hund hat keine Lust auf bürsten oder ist mal von einer Kratzbürste angegriffen worden. Wer weiß das schon? Die unbekannte Hintergrundgeschichte des Hundes kann manchmal belasten. Aber nun tut Kater Paul das Sinnvollste, seit Otti eingezogen ist. Während ich versuche, den Hund zu überreden, halte ich die Bürste locker in der Hand. Der Kater schmiert daran, massiert sich im Vorbeilaufen damit selbst und schon wird Otti aufmerksam. „Was Paul kann, kann ich auch“, muss er sich hinter seiner fusseligen Stirn denken. Also wird mutig auf die Bürste zugelaufen und geschnüffelt. Nun werden beide Tiere abwechselnd gestriegelt und fünf Minuten später ist der Hund tiefenentspannt. Geht doch! Muss denn erst die Katze zeigen, dass man auch als Hund intensive Fellpflege genießen kann?

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