die unumgängliche Bürokratie

Es gab Zeiten, da warf die Hofhündin oder Nachbars Lumpi einen Satz Welpen und niemand von offizieller Seite interessierte sich dafür. Heute kann man in Deutschland nicht mal mehr unangemeldet einen Goldhamster halten. Schließlich könnte es sich um eine seltene Art handeln, die dann irgendwann einmal meldepflichtig wird. Ist dies geschehen, wird mit Sicherheit aufgrund katastrophaler Misswirtschaft unserer gewählten Volksvertreter und den daraus resultierenden leeren Kassen irgendwann eine Goldhamster- oder besser gleich eine Nagersteuer fällig. Unter die fielen dann auch Mäuse, Ratten und Meerschweinchen. Bis es soweit ist, begnügen sich – auch aufgrund eines unverzeihlichen Fehlers des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte EGMR >>> – unsere Staatsdiener noch mit dem Eintreiben der Hundesteuer. Durch Personaleinsparungen fordert man neuerdings auch online ein. Aber die Formulare persönlich abliefern darf man immer noch.

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Nachdem ich Otti bereits am 16. Juli angemeldet hatte, traf nun heute die Steuermarke ein. Otti ist neuer Einwohner meines Dörfchens. Aber damit nicht genug, schließlich kann ein Hund einen Millionenschaden verursachen, der Fantasie der Versicherer sind hier vom Unfall mit dem Radler bis zur Kernschmelze im AKW keine Grenzen gesetzt. Daher ist eine Hundehaftpflichtversicherung unvermeidlich. Kurze Recherche und zwei Telefonate später steht fest, dass die HK Darmstadt die günstigste Versicherung ist. Antrag online anfordern, ausfüllen und zurückschicken. Gleiches Online-Prozedere gilt auch für Tasso e.V. >>>, die Otti auf Spendenbasis registrieren und mir meinen Hund nach einem Fluchtversuch (hoffentlich) zurückvermitteln.

Mit dem Hund also heute nichts Besonderes angestellt und trotzdem rund um denselben Beschäftigung gehabt.

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