„… bitte haben sie etwas Geduld!“

Heute hat der Flamingo-Hunde-Käfig seine erste große Bewährungsprobe. Kira und ich müssen zur Vorbesprechung für die am 23.09. stattfindende Knie-OP ins Krankenhaus nach Zehlendorf. Zeitlicher Aufwand mindestens 4 Stunden und demnach eine echte Herausforderung für Otti. So lange war der noch nie allein und genau für solche Umstände habe ich die Box beschafft. Als zusätzliche Sicherheit installiere ich meine devolo-Überwachungskamera. Somit sollte alles geregelt sein. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Die Hinfahrt dauert durch Stau schon die erste geplante Stunde. Dort angekommen geht aber zunächst alles recht zügig. Die bürokratische Aufnahme verläuft problemlos, ebenso das Gespräch mit dem Anästhesisten. Nun steht das Aufnahmegespräch auf der Station an und ab hier beginnen die Probleme. Denn kaum dort angekommen, erhalte ich eine SMS von meiner Nachbarin. Otti bellt und jault in höchsten Tönen seit unserer Abfahrt um 8.30 Uhr ununterbrochen. Jetzt ist es 10.30 Uhr. Die Bilder der Überwachungskamera bestätigen das. Der Hund sieht aus wie der tollwütige Bernhardiner Cujo aus dem gleichnamigen Stephen King Roman. Ich werde unruhig.

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Nach über dreißig Minuten Wartezeit auf der Station erbarmt sich eine Schwester, um mit uns stapelweise weitere Papiere und Merkblätter auszufüllen. Unterschrieben werden müssen diverse Absicherungen zur Sturzprävention und andere, das Krankenhaus von sämtlichen Pflichten entbindenden Unterlagen. Aber wenigstens eigenverantwortlich im Bett liegen darf man, ohne dass hier etwas unterschrieben werden muss. „So, das war dies, jetzt kommt demnächst noch eine Ärztin. Haben sie bitte noch etwas Geduld.“ Na toll, mein Hund leidet Höllenqualen und mir wird Geduld abverlangt. Aber knapp eine Stunde später ist auch dieses Gespräch zu Themen erledigt, die bereits im August beim ersten Termin oder mit der Schwester abgehandelt wurden. Wir hetzen nach Hause. Otti bellt immer hektischer.

Endlich zu Hause angekommen, trifft mich der Schlag. Offenbar vor lauter Panik hat Otti in die Box gekackt, denn normalerweise hält er sogar länger aus. Und nicht nur das. Nachdem Decke und Kissen in der Waschmaschine gelandet sind, stelle ich fest, dass die angeblich unzerstörbare Hundebox doch nicht unzerstörbar ist. Otti hat versucht, sich durch die Stäbe zu beißen. Diese sind nicht nur verbogen, sondern auch teilweise abgebrochen. Glücklicherweise ist aber keiner durchgebrochen, so dass sich der Hund nicht verletzen konnte.

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Es besteht also dringender Klärungsbedarf mit dem Hersteller. Dafür habe ich die Box nicht gekauft und das ist nicht das einzige Problem. Die OP steht an, was machen wir mit Otti?

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