Köter an die kurze Leine und stillgestanden!

Für alle die nicht verstehen wollen oder können, dass es sich bei den ersten beiden Absätzen um Ironie handelt, folgt hier eine klare Ansage:

Es ist Ironie!

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Ausbilder Krüger lässt die versammelten dreizehn Hunde samt der ob des rauhen Umgangstons komplett eingeschüchterten Besitzer und deren Begleitung in einer Reihe antreten. Jeder einzelne wird auf körperliche Unversehrtheit samt intaktem Gebiss überprüft. Danach erfolgt die gleiche Prozedur mit den Hunden. „Das ist kein Hund, diese Töle ist eine Krankheit auf vier Pfoten!“ brüllt er meinen Nachbarn an, der daraufhin in Tränen ausbricht. Flucht ist nicht möglich, das Gelände ist hermetisch abgeriegelt. Außerdem wachen diverse wild bellende Schäferhunde mit blutunterlaufenden Augen darüber, dass keiner aus der Reihe tanzt.

Nach der Inspektion bekommt jeder Hund ein Würgehalsband mit Dornen und zusätzlich ein Elektroschock-Halsband angelegt, „damit die Viecher auch ja kapieren, wer hier der Chef ist“ wie sich Ausbilder Krüger hinterhältig lächelnd ausdrückt. Nur zum Vergnügen tritt er im Vorbeilaufen mit seinem Springerstiefel einen Mops, der laut jaulend in hohem Bogen davon segelt. Den Rest erledigen die Schäferhunde. Ein kurz an der Leine ruckender Rottweiler wird von Krügers scharfen Pitbulls zur Strafe auf der Stelle zerfleischt.

Dem ist natürlich nicht so, dies alles ist frei erfunden! Genauso wie die zahlreichen übermittelten Horror-Geschichten, die jemand von einem Nachbarn gehört hat, dessen Schwager einen Bekannten hatte, der wiederum jemanden kannte, der seinen Hund kurzzeitig bei Hundetrainer24 >>> angemeldet hatte. Die Wahrheit ist folgende:

Treffpunkt 14.00 Uhr, Uwe Krüger stellt sich den erschienenen Hundebesitzern vor. Anschließend stellen sich diese der versammelten Gruppe vor und erläutern, warum sie mit ihrem Hund heute hier sind. Allerdings bringt schon der erste die Reihenfolge durcheinander. Wie kann es sein, dass der Hund vor der Ehefrau genannt wird?  Auch sonst kann ich nicht verstehen, wie man einen Hund bereits fünf Jahre halten kann und der noch immer nicht ohne Leine laufen kann, weil er sonst wegrennt? Uwe Krüger erläutert anhand von Beispielen an einer jungen Frau, wie Hunde denken und handeln. Dies sorgt einerseits für Heiterkeit, aber einigen Haltern geht hier schon das erste Lichtlein auf, warum ihr Hund so ist, wie er ist. Es folgt eine Vorführung durch Uwe Krügers Schäferhund und Terrier, die ich bisher nur für eine Trickaufnahme auf Youtube >>> gehalten hatte. Der einzige Hund, der permanent bellt, weil er nicht herumtollen darf, ist Otti. Ich ernte ein wissendes Lächeln, „Ist eben ein Terrier. Viel Arbeit, aber nachher ganz viel Spaß!“ Ich schöpfe Hoffnung.

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Die zweite Stunde wird mit Reden im Gebäude verbracht. Uwe Krüger teilt mit, wie das Training abläuft und welche Spielregeln auf seinem Gelände einzuhalten sind. Nebenbei erzählt er auch über seine Hunde und seine noch zahlreicheren Erfolge. Dies nimmt bei weitem mehr Zeit in Anspruch, als die eigentlichen Instruktionen. Aber egal welcher Erfolg auf welcher Hundeveranstaltung errungen wurde, so etwas kommt nicht von allein, sondern ist das Ergebnis harter Arbeit und jahrelanger Erfahrung. Ich bin auch deswegen restlos überzeugt – nicht verblendet, denn dazu war ich jahrelang selbst erfolgreicher Coach beim Fußball, um das richtig einschätzen zu können – die bessere Hälfte ebenfalls. Klare Ansagen, hart, aber ehrlich, zu einem klar strukturierten Training ohne permanente Zufütterung von Belohnungssnacks – eben wie auf dem Fußballplatz. Während dieses Gesprächs geraten zwei Möpse, ein Labbi und ein Schäferhund-Mix immer wieder aneinander. Otti liegt entspannt zwischen meinen Füßen. Offenbar hat mein Hund kein Interesse an Streitigkeiten.

Treffpunkt also kommende Woche Montag zur Einschulung. Otti, jetzt beginnt der Ernst des Lebens! Mal schauen, wer von den heute Anwesenden sich tatsächlich anmeldet? Ich habe bei einigen so meine Zweifel. Und das sind genau die, die das Training am Nötigsten hätten.

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