Schuhe kaufen ist langweilig …

Jeder Hundehalter kennt das. Es gibt Situationen, da stört/nervt/stresst der Hund, wenn er nicht das tut, was man von ihm erwartet. Die Hände voller Einkaufstüten und der Hund zerrt in alle Richtungen? Katastrophe! Entspannter Restaurantbesuch und der Hund pöbelt unter dem Tisch Gäste und Kellner an? Überhaupt nicht witzig! Veranstaltungen wie Märkte oder ähnliches mit vielen Menschen auf engem Raum und der Hund kläfft, zerrt oder schnüffelt in einer Tour? Anstrengend!

Alles das sind Ereignisse, die über kurz oder lang dazu führen, dass Hundehalter genervt reagieren – sofern man sich etwas daraus macht, dass der Hund unerwünschtes Verhalten zeigt. Man möchte einwirken, aber es funktioniert nicht wirklich. Aber man kümmert sich, oder versucht es zumindest. Schlimm sind aber die Halter, denen das Fehlverhalten ihrer Nervensägen a) egal ist oder b) die es nicht begreifen. Denn genau diese Besitzer sorgen dafür, dass Hundegesetze und Verordnungen immer restriktiver werden. Stichworte wie Leinenzwang, Hundeführerschein und auch Wesenstest sind Begriffe, die man deswegen kennt.

Es geht aber auch anders, vorausgesetzt der Hund heißt Otti und hat gelernt, dass gepflegte Langeweile und Zeiten, in denen es nichts zu tun gibt, zum Hundeleben dazu gehören. Solche Zeiten sind, wenn man mit der Lieblingsehefrau Schuhe für ein familiäres Großereignis kaufen geht. Für Männer belastend, für Hunde langweilig. Aber genau diese Langeweile nicht zur ausgiebigen Erkundung des Ladens zu nutzen, ist hohe Kunst. Otti ist Künstler, denn bei uns sieht Schuhe kaufen so aus:

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Hund liegt und wartet entspannt, bis alle 46 Paar Schuhe von weiblicher Seite Probe getragen und von männlicher Seite wohlwollend begutachtet wurden, bis endlich eine Entscheidung zugunsten eines oder mehrerer Paare getroffen wird. Dann wird weiter gewartet, bis auch die Abteilung für Kinderschuhe gründlich durchforstet und jeder Schuh egal welcher Größe zumindest einmal in die Hand genommen wurde. Und zuletzt wird an der Kasse gelangweilt.

Also liebe Wauwi-Besitzer, deren Lieblinge an der gefühlt 30-Meter Flexi-Leine vor lauter Freude, Aufregung oder Langeweile durch Geschäfte poltern und Kunden sowie Verkäufer ankläffen/-springen: Otti korrigiert mit seinem vorbildlichen Verhalten, was ihr durch mangelnde Erziehung versaut, nämlich dass nicht alle Hunde so doof wie eure sind! (O-Ton einer gestressten Verkäuferin, weil ein Yorkshire kurz zuvor Scheibe im Geschäft gespielt hatte)

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