Tollwutimpfung und Asylantrag genehmigt

Tierarztbesuch die Dritte, auf der Agenda steht die abschließende Tollwutimpfung. „Tut diesmal wirklich nicht weh, ist wirklich nur ein ganz kleiner Piekser.“ Ha, das haben die auch schon alle das letzte Mal behauptet und mein Hund hat sich vor Schmerzen gekrümmt und ich mich abends in den Schlaf geweint. Aber diesmal stehe ich meinem Hund tapfer zur Seite und kraule sein Kinn. Wir schaffen das gemeinsam und sind die Schmerzen noch so unerträglich. Andrea tut von der anderen Seite dasselbe. „So, das war es schon.“ Wie, was war was? Kein Winseln, kein Jaulen, kein Schnappen nach schraubstockartigen Schwesternhänden? Na gut, zur Kenntnis genommen. Mein Otti ist doch ein Held.

Impfung erledigt, jetzt ist die Zecke dran. Leider hat das Ungeziefer das Unheil wohl schon kommen sehen und sich vom Acker bzw. aus dem Fell gemacht. Denn bis auf eine kleine Beule unter der Haut ist nichts mehr da. Auch erledigt, jetzt noch einmal zu den Ohren und dem Knabbern an den Pfoten. Hurra, die Ohrenentzündung ist wieder da, also bekommt Otti nun Tropfen. Das Knabbern liegt ganz offensichtlich an einer Unverträglichkeit des Futters durch zu viel Getreideanteil. Angeblich vertragen viele Hunde das Futter von Bosch nicht, also Wechsel der Marke. Kontrolle der Ohrenentzündung im Laufe der nächsten Woche.

Und endlich bekommt Otti seinen deutschen Pass, wenn auch nur seinen Impfpass. Aber egal, willkommen in Deutschland. Schwierig ist nur das Geburtsdatum oder das Alter zu bestimmen. Verschiedene Angaben im polnischen Impfpass, widersprüchliche Aussagen von seinem bisherigen Aufenthaltsort in Polen und der gerade stattfindene Zahnwechsel, machen es schwierig einzuschätzen, wie alt Otti wirklich ist. Familienintern einigen wir uns jetzt auf den 01.01.2013 als Geburtstag. Mir fällt dabei erst wieder auf, dass Otti noch ein Welpe ist.

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