„Waschen, schneiden und fönen?“

Tierhaare in der Wohnung kennt jeder Halter. Je nach persönlicher Befindlichkeit greift man entsprechend häufig zum Staubsauger, um sich des Problems zu entledigen. Gerade die ständig auf dem Sofa herumliegenden Katzen sorgen für eine regelmäßige ganzjährige Zufuhr frischer Fussel, wobei der Farbcode hier ganz simpel ist: Schwarz + Weiß = Grau. Da das Sofa aber in einem strahlenden Rot ausgeliefert wurde, bemühe ich mich, diese Farbe auch als dauerhaften Grundton beizubehalten.

Ottis Problem ist ein ganz anderes. Der Hund verliert scheinbar keine Haare, es sei denn durch intensives Bürsten. Durch stetigen Haarwuchs wuchert ihm jedoch in regelmäßigen Abständen das Gesicht zu. An sich kein Problem, wenn die Haare nicht sein Blickfeld massiv einschränken würden. Beim Schnauzer ein Schönheitsideal, bei meinem Hund ein Störfaktor. Da ich Respekt davor habe, Otti mit einer Schere vor den Augen zu hantieren, opferte ich einen meiner zahlreich vorhandenen Rasierer und funktionierte diesen kurzerhand zum Hundehaartrimmer um. Anfangs etwas nervös ob des summenden Geräuschs am Kopf, lässt Otti sich das Rasieren jetzt gelassen von Andrea gefallen. Und mal sehen, vielleicht fräse ich ihm ja demnächst seinen Namen auf den Rücken? Warum sollen moderne Haarschnitte vor Hunden halt machen? Außerdem erübrigt sich somit die Frage von Passanten nach dem Namen meines Hundes.

rasur

Aber der Rasierer taugt nicht nur für die Augenpartie. Denn Otti fing sich letztens eine Klette am Kinn ein, die es notwendig machte, den Spaziergang abzubrechen. Der Hund weigerte sich, auch nur einen weiteren Schritt zu laufen. Keine Chance, das widerspenstige Gewächs mit den Fingern aus dem Bart zu entfernen. Also wurde Otti nach Hause getragen, die Klette mit dem Rasierer entfernt und dann die Gassirunde erneut begonnen. Bei größeren Ausflügen gehört seitdem auch der Rasierer in den Notfallkoffer für Hunde.

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